Leitprojekt Greenovate: Raum für Grün


Greenovate-Projektphase: Ein erster Rückblick

"Höchste Zeit, dass sich was tut": KEM Krems-Manager Christian Braun zeigt sich (mitunter) euphorisch. Und möchte Bäume nicht ausreißen sondern pflanzen. Versteht sich.
"Höchste Zeit, dass sich was tut": KEM Krems-Manager Christian Braun zeigt sich (mitunter) euphorisch. Und möchte Bäume nicht ausreißen sondern pflanzen. Versteht sich.

Wie begegnen wir dem Klimawandel?

 

Eine Frage, die brennend aktuell ist und gleichzeitig weitere Fragen aufwirft: Was bei der Planung zu beachten ist, welche Standorte sich eignen, wie BürgerInnen nachhaltig eingebunden werden können, welche Finanzierungsmethoden es gibt und wie Kosten vs. Nutzen optimiert werden können. Allessamt Themen, die ein Team an Menschen erfordert, die sich einer Gesundung unseres Planeten, ausgehend von Krems (Großes beginnt oft im Kleinen) widmen.

 

In seiner Präsentation widmete sich Projektmanager- und -mitinitiator Christoph Stenzel dem Thema, um einerseits stolz auf die künftige Vorbildwirkung der Stadt Krems, aber auch die damit einhergehende Verantwortung für die Zukunft zu hinzuweisen.

Greenovate-Projektmanager Christoph Stenzel: "Klimaschutz wird durch Gebäudebegrünung leicht(er) gemacht"


Das Greenovate-Projektteam

D.I. Christoph Stenzel, Projektmanager Greenovate
D.I. Christoph Stenzel, Projektmanager Greenovate
Christian Braun, KEM-Manager
Christian Braun, KEM-Manager
Dir. BM Ing. Alfred Graf, GEDESAG
Dir. BM Ing. Alfred Graf, GEDESAG

D.I. Christine Rottenbacher, Donau Uni Krems
D.I. Christine Rottenbacher, Donau Uni Krems
StR Albert Kisling, MSc
StR Albert Kisling, MSc
Florian Kraus, BSc, Green4Cities
Florian Kraus, BSc, Green4Cities

StR Martin Sedelmaier
StR Martin Sedelmaier
GF Mag. Gottfried Heneis, Energy Changes
GF Mag. Gottfried Heneis, Energy Changes
Prok. Ing. Wolfgang Steinschaden, GEDESAG
Prok. Ing. Wolfgang Steinschaden, GEDESAG


'Greenovate' in Krems gestartet

Projektteam: Klaus Winiwarter, Alfred Graf, Daniela Trauninger, Christoph Stenzel, Doris Schnepf, Gottfried Henneis, Christine Rottenbacher,  Christian Braun, Florian Kraus.
Projektteam: Klaus Winiwarter, Alfred Graf, Daniela Trauninger, Christoph Stenzel, Doris Schnepf, Gottfried Henneis, Christine Rottenbacher, Christian Braun, Florian Kraus.

Es geht um Wohngebäude in kleinen, mittelgroßen und großen Städten; um deren Außenwände, die unsere Lebens- und Wohnräume definieren, umgeben, absichern und isolieren. In den meisten Fällen sind sie nackt, kahl, unorganisch, kalt im Winter und heiß im Sommer. Nicht unproblematisch - in Zeiten jährlich weltweit steigender,  vor allem in Stadtzentren unangenehm wahrnehmbarer Temperaturen.

Die Rede ist dann vom oft kolportierten ‚Backofeneffekt’. Dazu kommen spontan starke Regengüsse, die von den Dächern nahezu ungebremst Kanalisationen überfüllen und die Wasserspiegel von Bächen und Flüssen rasch ansteigen lässt - Stichwort ‚Klimaerwärmung“. 

 

Eine relativ einfache - und rasch - umsetzbare Möglichkeit stellt die Bepflanzung bzw. Begrünung von Dächern und Fassaden dar. Erwiesener Maßen kann dadurch die Hitze in Städten um bis zu drei Grad gesenkt werden. Ein weiterer positiver Effekt: Regenwasser versickert langsamer, das von den Pflanzen nicht benötigte Wasser läuft dosiert in die Kanalisation ab.

Im Grunde genommen bleibt keine Zeit abzuwarten, welche Maßnahmen auf Klimaschutzkonferenzen beschlossen (oder abgelehnt) werden. Die KEM (Klima- und EnergieModellregion) Krems hat vor kurzem das Projekt ‚Greenovate‘ ins Leben gerufen (Startschuss:  28.2.2018), mit dem den negativen Auswirkungen klimarelevanter Einflüssse in der Donaumetropole entgegengewirkt werden soll. Das ehrgeizige Ziel lautet, zwei von der GEDESAG errichtete Gebäude (ein bestehendes, ein Neubau) nach aktuellsten Erkenntnissen und Know-How zu begrünen. Da es sich um ein Leitprojekt handelt, wird das bei Planung und Umsetzung erlangte Wissen laufend auf einer eigenen Website eingepflegt. Solcherart stellt es für all jene, die dem positiven Beispiel folgen möchten, als österreichweiter Online-Leitfaden zur Verfügung. 

 

Christian Braun, Kremser KEM-Manager ist es gelungen, für die komplette Projektphase mit GEDESAG, Donau Universität, Green4Cities und Energy Changes renommierte und für die Sache top-versierte Partner an Bord zu holen. Zusätzlich werden auch die Bewohner beider Begrünungs-Objekte in Form einer Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung mit einbezogen. Schließlich geht es auch darum, den Wohn- und Wohlfühlkomfort nicht nur zu erhalten sondern vor allem zu steigern. Ehrgeizig auch das gesetzte Zeitziel: Spätestens Ende März 2019 sollen die ersten grünen Lebenszeichen auf den Dächern und Fassaden wahrnehmbar sein.