Energiebeauftragten Forum 2017 in Krems

Die Rolle eines KEM-Managers erfordert mehr als ‚nur‘ die Koordination energie- und umweltbezogener Bedürfnisse und Erfordernisse zwischen Stadtpolitik und BürgerInnen, planen von Projekten und die Zusammenarbeit mit Schulen, öffentlichen Institutionen, potentiellen Sponsoren und Anbietern von ‚ökologischen Tools‘.

Es geht auch darum, firm zu sein und jeweils den aktuellsten Stand sowie Trends im Bereich Umwelt und Energie zu kennen. Um diesen Anliegen nachkommen zu können, veranstaltet die Energie- und Umweltagentur NÖ regelmäßige Foren für die regionialen Energiebeauftragten. Im November fand eines dieser Treffen im RIZ NORD Krems statt - dabei lag der Schwerpunkt neben einem Ausblick auf die nächsten Schritte im Bereich zur Datenauslesung im Zuge der Energiebuchhaltung. Christian Braun, Kremser KEM-Manager, referierte über die Entwicklung in Krems und die aktuelle Zielsetzung, den Ressourcenverbrauch mittels Energie-Monitoring, Sanierung und Energieeffizienz bis 2030 deutlich schrittweise zu Reduzieren. Immerhin: Seit 2011 ist eine Senkung des Energieverbrauchs in der Stadt um 15% und somit einer Einsparung in Höhe von 145.000 Euro gelungen. 

 

Krems im Vorwärtsgang

Auch die Geschichte der Energiebuchhaltung weist eine spannende Entwicklung auf: während 2014 noch 30 Datenlogger in 15 Gebäuden für Energiemonitoring eingesetzt wurden, waren 2017 bereits 79 DL’s in 32 Gebäuden, darunter Schulen, Kindergärten, Amtsgebäude, Sporteinrichtungen und Bauhof. So konnten z.B. im Schulzentrum 15%  und in der Sporthalle 27% an Strom eingespart werden, die Kunsteisbahn bilanziert mit einem um 8% reduzierten Verbrauch an Erdgas. Diese Werte wurden mit Optimierung des Volumenstroms der Lüftungsanlage und einer Neueinstellung der Lüftungspumpen (Schulzentrum), einer Optimierung der Lüftungsanalgen und der Reinigung der Wärmetauscher (Sporthalle) bzw. dem Tausch der Kühlwasserpumpe bei der Kunsteisbahn erreicht werden. Bei der oft kritisierten Badearena nützt man nun die Abwärme der Lüftungsanlage, einem Investitionsvolumen von 75.000 Euro steht eine Amortisationszeit von lediglich 3,7 Jahren entgegen.

 

Energiemonitoring - die Basis des Erfolgs

Beim Energiemonitoring werden Daten automatisiert alle 15 Minuten an eine zentrale Stelle übertragen, daraus Berichte ausgewertet, die der Identifikation von Fehlern und Schwachstellen dienen, und in Folge Effizienzmaßnahmen laufend umgesetzt.

Das Energiebeauftragten Forum in Krems fand mit Erfahrungsaustausch und Diskussion zu den Themen Digitalisierung & Automatisierung, Energiebuchhaltung mit Startunterstützung sowie Beispielen aus den jeweiligen Gemeinden der KEM-Manager einen energiegeladenen Ausklang.