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Städtische Vorhaben werden auf Klimarelevanz geprüft

Krems – Wer das Klima schützt, erhält eine lebenswerte Umwelt für die nächsten Generationen.

Wie wirken sich Maßnahmen städtischer Vorhaben direkt oder indirekt auf das Klima aus?


Krems ist nun die erste Stadt Österreichs mit einem Klima-Schutz-Tool und setzt dieses ein, um durch die Prüfung der Klimarelevanz einen verbesserten Klimaschutz zu ermöglichen. Jeder Beschluss der Stadt Krems wird zukünftig mittels des Klima-Schutz-Tools zweistufig geprüft.


Das Klima-Schutz-Tool ist ein Kriterien-Katalog, welcher die Beschlussvorlagen der Stadt Krems auf deren Klimarelevanz prüft. Klimarelevanz setzt sich häufig mit den Themen Energie, Mobilität, Natur, Bauen, Bodenverbrauch oder Öffentlichkeitsarbeit auseinander. Außerdem werden die Beschaffungen zusätzlich auf fossile Energie geprüft – raus aus Öl, Gas, Kohlensoff. Hinzu kommt, dass Krems mit seinem Klima-Schutz-Tool mit dem neu beschlossenen EAG Gesetzes (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz) konform ist.


Bei der weitern Prüfung mit dem Tool werden immer Alternativen vorgeschlagen, um das Vorhaben klimafreundlicher umzusetzen. Die Fragen im Tool zeigen den Klimanutzen und Klimaschaden der geplanten Vorhaben auf. Dies wird mittels eines Ampelsystems aufgezeigt. Entsprechend der jeweiligen Farbe sind eventuell alternative Vorhaben zur Verbesserung der Klimarelevanz anzugeben. Diese Verbesserungsvorschläge werden seitens des zuständigen Magistratsmitarbeiters ausgearbeitet.

Wenn zum Beispiel ein Gebäude mit fossiler Heizung oder hohem Stromverbrauch geplant ist, schlägt das Tool Alternativen vor – z.B. ein Heizsystem auf erneuerbarer Basis, Ökostrombezug oder eine bessere Wärmedämmung zu verwenden.


Das Klima-Schutz-Tool wird derzeit in der Baudirektion, Verkehrs- und Stadtentwicklung, Stadtbus und Straßen-Wasserbau getestet und kommt gemäß dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates ab Oktober im gesamten Magistrat Krems zum Einsatz.


Stadtrat Kisling: „Pionierleistung in Sachen Klimapolitik!“

Umweltgemeinderat Stadtrat Albert Kisling spricht von einem „österreichweiten Leuchtturmprojekt. Als erste Stadt in Österreich verfügt Krems über ein Werkzeug, das sowohl Verwaltung als auch Politik in Sachen Klimaschutz unterstützen kann.“ eNu-Klima & Energie-Expertenleiter Mag. DI Dr. Heimo Bürbaumer ergänzt „Sechs weitere Bundesländer wollen das Klimarelevanzprüfungstool einführen.“

Unterstützt wird dieser Prozess von eNu, der Umweltagentur des Landes NÖ


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