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Grünere Plätze im Fokus der zweiten Klimakonferenz

Bei der zweiten Klimakonferenz erarbeiteten Bürger:innen und Expert:innen ein Konzept für lebenswertere Innenstadtplätze. Der Dreifaltigkeitsplatz, Körnermarkt und Hafnerplatz sollen in den nächsten drei Jahren zu sozialraumorientieren, autofreieren und grüneren Lebensräumen umgestaltet werden.


Welche Möglichkeiten stehen einer Stadt wie Krems zur Verfügung, um 2030 eine klimafitte, energieautarke und lebenswerte Stadt zu sein? Was wurde bereits umgesetzt, welche Maßnahmen sind geplant? Es muss jetzt gehandelt werden, um diese Ziele zu erreichen. Auch wenn Kritik besteht, es passiere zu wenig und Straßen werden gebaut - jeder einzelne Schritt, die Lebensqualität zu verbessern und CO2 einzusparen, ist hilfreich.


„Die Stadt Krems will 2030 klimaneutral sein. Die Stadtentwicklung hat Ziele definiert und erste Maßnahmen sind getroffen. Nicht nur zukunftsfähigste, sondern auch lebenswerteste Stadt von Österreich soll Krems in den nächsten Jahren werden“, so Bürgermeister Dr. Reinhard Resch.


Welche Vorhaben sind im Fokus

Die Ergebnisse des Workshops aus der zweiten Klimakonferenz bieten begrünte, autofreiere sozialraumorientierte Lebensräume: Jedes Jahr soll ein Platz in der Innenstadt, in den nächsten drei Jahren, erneuert, klimafitter und „wohnlicher“ zum Verweilen gestaltet werden, hin zu Aufenthaltsräumen.

  • Dreifaltigkeitsplatz: Dieser Platz soll ein Platz für alle werden. Für Jung und Alt mit Sitzmöglichkeiten und mit mehr Grünraumgestaltung.

  • Körnermarkt: Weniger Verkehr, mehr Grünraum und Sozialraum mit Verbindung zum Museum und zur Bücherei. Ein Generationenplatz zum Wohlfühlen.

  • Hafnerplatz: Viel Natur soll dieser Platz erhalten. Vom Autoplatz zum essbaren Garten für Kinder, Jugendliche und Senior:innen. Ein Naschgarten aus Obst, Insektenhotel und ein Keramikmuseum wurden angedacht.

Alle Ideen werden in ein Konzept von Fachexpert:innen einfließen und in den nächsten drei Jahren umgesetzt. Im Fokus der Stadtentwicklung stehen Verkehrsberuhigungen, Erweiterung der 30-Zonen, Radwege und Fußgängerkonzepte.


Impulsvorträge von Fachexpert:innen bei der zweiten Klimakonferenz

Ideen für eine zukunftsfitte, lebenswertere Stadt brachten Expert:innen aus den Fachbereichen der Universität für Weiterbildung von Markus Winkler und Stefanie Kotrba. Präventive Maßnahmen wurden vorgestellt, um den Hitzestress und Wasserstress der Stadt zu mindern (anhand Satellitendaten). Ein gemeinsames Projekt mit der Stadt Krems „Pop-up Urban Spaces“ ermöglicht Verbesserungen von Einzelmaßnahmen zu großen Maßnahmen.

Die Energiegemeinschaft Göttweigblick bietet günstigen Sonnenstrom für Kremser:innen und kommunale Betriebe. Wie einfach ein Umstieg ist, erklärte Obmann Christian Hoffmann.


Sabine Dessovic (DnD Landschaftsplanung) zeigte wie Landschaftsarchitektur 4.0 Städte mit Schwammstadtprinzip in grüne Oasen mit Aufenthaltsflächen verändern. Der Sozialraum für schwächere Menschen muss vor Ort sein. Ideen dazu lieferte sie aus der Praxis sowie wie das persönliche Verhalten mit Fokus auf Nachhaltigkeit sich positiv auf die Klimarelevanz auswirkt.


Permakulturpionier Sigi Tatschl erklärte die „essbare Stadt“ anhand von Beispielen, bei der bewegte Räume mit Sinnlichkeit und Kreativität Platz für Biodiversität und Vielfalt ermöglichen. Streuobstwiese wird gegen Asphalt getauscht.

Expertinnen Lena Schlager und Elisabeth Irschik (Magistrat Wien) stellten urbane multifunktionale, öffentliche Räume in einem Fachkonzept vor, die mit Vorsorge, Management, Gestaltung und mit Dialog mit der Bevölkerung zum Erfolg führten.

„Die Innenstadt soll hitzefreier und autofreier in den nächsten Jahren werden. Jede Maßnahme und jeder Schritt weg von fossilen Energien, hin zur klimafitten Stadt ermöglicht eine bessere Lebensqualität für alle. Jeder neue gestaltete Platz soll seine Identität erhalten und zum Verweilen einladen“, sagte Umweltstadtrat Peter Molnar.


Krems erhielt vor Kurzem einen europäischen Klimaschutzpreis „Climate Star“ für ein Klimarelevanztool in Zusammenarbeit mit der Enerige- und Umweltagenur NÖ (eNu), bei dem jeder Gemeinderatsantrag mit einem Ampelsystem auf Klimarelevanz geprüft wird und gegebenenfalls Maßnahmen und Kompensationen getroffen werden, wie zum Beispiel mit neuen Bäumen oder Entsiegelungen etc.


Baudirektor Reinhard Weitzer meint: „In Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltagentur NÖ ist uns mit dem Klimarelevanztool ein Vorzeigeprojekt gelungen, an dem sich weitere Städte in Österreich beteiligen werden. Dieses Tool wird aufgrund der Erkenntnisse im Alltagsbetrieb weiterentwickelt.“


© Stadt Krems

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