M - R

  • Maximalleistung: Gibt die maximale elektrische Leistung an, die z.B. ein Wechselrichter zur Verfügung stellen kann. Meist ist diese Leistung nur kurz, im Bereich weniger Sekunden, verfügbar. Für Pumpenstarts, die einen hohen Anlaufstrom haben, ist die kurze Maximalleistung-Bereitstellung meist ausreichend.
  • MC4: Bezeichnet eine genormte Steckverbindung für Solarmodule.
  • Monokristallin: Art der Herstellung von Photovoltaik-Zellen. Für monokristalline Zellen wird aus Silizium mit höchster Reinheit ein einzelner Kristall in Stabform hergestellt. Von diesem Stab werden die einzelnen Solarzellen durch Schneiden abgetrennt. Höherer Wirkungsgrad als bei polykristallinen Zellen.
  • MPPT: Maximum Power Point Tracker. Ein effizienter Laderegler, der die Spannung an den Photovoltaikmodulen so regelt, dass die maximale Leistung erreicht wird.
  • Multimeter: Gerät zur Messung verschiedener elektrischer Größen. Die einfachsten Multimeter können Strom und Spannung (jeweils AC und DC) sowie Widerstand messen.
  • Nabenmotor: Elektrischer Antriebsmotor (zB. für Fahrräder), der direkt in die Radnabe eingebaut ist. Ermöglicht eine sehr einfache Konstruktion bei Elektrofahrzeugen.
  • NA-Schalter: Netz- und Anlagenschutz durch wautomatische Umschaltung, die eine zuverlässige Umschaltung zwischen Netz- und Inselbetrieb in einer teilautarken Stromversorgung sicherstellt. An Erfüllung der jeweils gültige Ländernorm  (ÖNORM, VDE usw.) gebunden.
  • Off-grid: Netzunabhängige Stromversorgung.
  • OPzS: Stationäre Bleibatterie mit flüssigen Elektrolyten (verdünnte Schwefelsäure) und besonders robusten Bleiplatten (Panzerplatten), wodurch eine sehr hohe Zyklenfestigkeit erreicht wird. Dieser Batterie-Typ erfordert im Gegensatz zu OpzV-Batterien einen Wartungsaufwand (regelmäßig Wasser nachfüllen).
  • OPzV: Geschlossene Bleibatterie mit Panzerplatten wie OPzS, jedoch ist das Elektrolyt in Form eines Gels fixiert. Im Gegensatz zu OpzS entfällt wdas Nachfüllen von Wasser.
  • Paneel: Siehe PV.
  • Parallelschaltung: Verbindet bei Batterien oder PV-Modulen Pluspole mit Pluspolen und Minuspole mit Minuspolen, wodurch sich die Einzelströme addieren.
  • Phase: Die technische Bezeichnung lautet 'Außenleiter'. Ein spannungsführender Leiter im Wechsel- und Drehstromnetz.
  • Peltier-Element: Ein für Kühlzwecke verwendetes Halbleiterelement, das sich bei Stromdurchfluss auf einer Seite abkühlt und auf der anderen Seite erwärmt. Verwendung z.B. bei elektrischen Camping-Kühlboxen. Sehr niedriger Wirkungsgrad.
  • Peukert Effekt: Die aus einer Batterie entnehmbare Ladungsmenge ist von der Stromstärke des Entladestroms abhängig, bei großen Strömen steht nur eine geringere Kapazität zur Verfügung.
  • Polykristallin: Art der Herstellung von Photovoltaikzellen. Aus Silizium wird ein Block gegossen, beim Erstarren bildet sich eine Vielzahl von Kristallen unterschiedlicher Größe. Die einzelnen Solarzellen werden durch Schneiden abgetrennt. Geringerer Wirkungsgrad als bei monokristallinen Zellen, jedoch kostengünstiger in der Herstellung.
  • PWM: Pulsweitenmodulation, dabei wird ein Analogwert durch das Verhältnis von Pulsdauer und Pause mithilfe eines diskreten Signals (zB. Digitalsignal) dargestellt.
  • PV: Photovoltaik. Synonyme: Solarmodul, Photovoltaik-Paneel, Solar-Kraftwerk, Solaranlage (wobei in der Vergangenheit in der Literatur der Begriff Solaranlage primär für thermische Solarkraftwerke verwendet wurde).
  • Raspberry Pi: Kleiner, kostengünstiger und energiesparender Einplatinencomputer mit Linux-Betriebssystem.
  • Redox-Flow-Speicher: Elektrochemischer Energiespeicher, bei dem die Energie in zwei getrennten Flüssigkeiten gespeichert wird. In einer Reaktionszelle wird die chemisch gespeicherte Energie wieder in Elektrizität umgewandelt.
  • Relais: Dient der Schaltung von Stromkreisen, z.B. können damit Stromkreise bei zu niedriger Batteriespannung abgeschaltet werden. 

S - Z

  • Säureheber: Damit kann die Säuredichte einer Batterie und mittels Berechnung deren Ladezustand gemessen werden.
  • Säureschichtung: Beim raschen Aufladen von Bleibatterien (mit flüssigem Elektrolyten) können der Höhe nach geschichtete Bereiche mit unterschiedlicher Säuredichte entstehen. Höhere Säuredichte führt zu verstärktem Plattenverschleiß, in Bereichen mit niedriger Säuredichte steht nicht mehr die volle Kapazität der Bleiplatten zur Verfügung. Abhilfe schafft Elektrolytumwälzung.
  • Serienschaltung: Bei dieser Verschaltung wird bei Batterien oder PV-Modulen jeweils ein Pluspol mit einem Minuspol verbunden, die Einzelspannungen addieren sich.
  • Sicherungen: Verhindern Schäden an Geräten oder der Verkabelung im Falle eines Kurzschlusses durch falsche Verkabelungen, indem sie bei Überschreiten eines bestimmten Stromwertes den Stromkreis unterbrechen.
  • SOC: Ladestand (state of charge), gibt in Prozent an, wieviel Ladung bezogen auf die Gesamtkapazität in einer Batterie verfügbar ist (siehe auch DOD).
  • Solarthermie: Anlagen, die Sonnen-Energie direkt zur Produktion von Wärme nützen.
  • Solar-Tracker: Eine der Sonne nachgeführte Photovoltaikanlage, die aufgrund der immer optimal ausgerichteten Module bei gleicher Leistung wesentlich mehr Strom produziert. Die mechanisch aufwändige Konstruktion erfordert eine regelmäßige Wartung.
  • Stirlingmotor: Kann Wärme in mechanische Bewegung umwandeln, um daraus Elektrizität zu generieren.
  • Stromstärke: Maß für elektrischen Strom, Angabe in Ampere. Formelzeichen: I
  • Sulfatierung: Wird eine Bleibatterie über längere Zeit nicht vollgeladen, entstehen große Sulfatkristalle (Kristallwachstum), die beim Laden nur schwer wieder abgebaut werden können.
  • Sulfatkristalle: Beim Entladen einer Bleibatterie entstehen an den Platten Bleisulfatkristalle. Deren Größe ist von der Verweildauer im entladenen Zustand abhängig. Kleine Sulfatkristalle werden beim Aufladen rasch wieder abgebaut.
  • Symcon: Ein deutsches Programm zur Hausautomation, Messwerterfassung bzw. -verarbeitung von Geräten verschiedener Hersteller mittels eines zentralen Gateways.
  • Überspannungsableiter: Bauteil zum Begrenzen von gefährlichen Überspannungen in elektrischen Geräten.
  • V: Volt, gibt die elektrische Spannung an.
  • Verbraucher: Geräte, die elektrische Energie nutzen. Es gibt DC-Verbraucher (zB. Smartphones, die per USB geladen werden) und AC-Verbraucher (zB. herkömmliche Waschmaschinen oder Geschirrspüler).
  • Wärmepumpe: Eine Maschine, die unter Einsatz von Zusatzenergie (im Regelfall Strom) die Wärmeenergie eines Mediums (Wasser, Luft) mit niedrigerer Temperatur auf ein höheres Temperaturniveau anhebt. Verwendung für Warmwasserbereitung oder Heizzwecke, wobei nur ein Teil der Heizenergie als Antriebsenergie aufgewendet werden muss.
  • Waschmaschinen-Vorschaltgerät: Damit kann eine herkömmliche Waschmaschine mit einem Warmwasseranschluss nachgerüstet werden. Es entfällt der Strombedarf für das Aufheizen des Wassers.
  • Wechselrichter: Ein Gerät, um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Eine Spezialform ist der sogenannte Hybrid-Wechselrichter, der meist auch zusätzlich die Batterie laden, ins Stromnetz einspeisen und ein Insel-Netz bereitstellen kann.
  • Zangenamperemeter: Gerät zur kontaktlosen Strommessung. Mit einer Art Zange wird der  stromführende Leiter umschlossen, die Messung ist daher ohne Unterbrechung des zu messenden Stromkreises möglich.
  • Zyklenlebensdauer: Gibt bei einer Batterie die Anzahl der erreichbaren Zyklen bei einer bestimmten Entladetiefe an (zB. 2500 Zyklen bei DOD 50%).