Energie verstehen


A - C

  • Ampere: Angabe der Stromstärke.
  • Abschranken: Durch geeignete Bauteile (Platten, Zäune, Schwenksicherungen) verhindern, dass Strom fließen kann. Im Gegensatz zur elektrischen Isolierung, wenngleich der Zweck meist derselbe ist.
  • Abisolier-Zange: Zur Entfernung des Schutzmantels eines Kabels. Zusätzich notwendig, um danach das Kabel direkt oder mittels Kabelschuhen mit Geräten zu verbinden.
  • Absorptionsphase: Ziel dieser Ladephase ist die Vollladung der Batterie, um deren volle Ladekapazität auszunützen und einer Sulaftierung/Beschädigung entgegenzuwirken. Dafür wird kurzfristig eine höhere Spannung angestrebt.
  • AC: Alternating Current = Wechselstrom (im Gegensatz zu DC).
  • Aräometer: Messgerät zur Bestimmung der Dichte oder des spezifischen Gewichts von Flüssigkeiten
  • Ah: Amperestunde, gibt im Regelfall die Kapazität (Energiemenge) einer Batterie an. Amperestunden können durch die Mulitplikation mit der Spannung (zB. 12 V) in kWh (Kilowattstunden) umgerechnet werden. 
  • Autarkiegrad: Verhältnis der benötigten Energiemenge im Vergleich zur Energie-Eigenproduktion. Dies kann entweder rein bilanziell gemeint sein oder in Form tatsächlicher Tage, an denen im Verhältnis zum gesamten Jahr ein Objekt vollversorgt ist. Z.B. gibt ein Autarkiegrad von 75% an, dass ein Haus bezogen auf ein Jahr zu ¾ von der eigenen Energieproduktion versorgt werden kann. Die restliche Energie wird über das öffentliche Stromnetz oder einen Generator o.ä. bereitgestellt.
  • Autarkietage: Anzahl an Tagen, auf die ein Speicher für einen vollständig autonomen Betrieb ausgelegt ist. Üblich sind in Mitteleuropa 4-5 Tage, da es selbst im Winter kaum Zeit gibt, zu denen keinerlei Energieproduktion möglich ist.
  • Batteriesäure: Zum Befüllen von flüssigkeitsgefüllten Bleibatterien wird verdünnte Schwefelsäure verwendet. Nachfüllen bereits befüllter Bleibatterien nur mit destilliertem Wasser!
  • Bulk: In der Bulk-Phase ist die Batteriespannung unterhalb der Ladeschluss-Spannung, es wird der gesamte Ertrag vom PV-Generator geerntet.
  • C10, C100: Angabe der Kapazität von Batterien, die bei einer 10- oder 100-stündigen Entladung mit konstantem Strom erreicht wird ('Peukert-Effekt').
  • Crimpzange: Werkzeug, um Kabelschuhe auf Kabel zu montieren. Notwendig, um verschiedene Geräte wie beispielsweise einen Laderegler und eine Batterie (sicher) miteinander zu verbinden.

D - F

  • Dauerleistung: Die Leistung, die dauerhaft bereitgestellt werden kann, im Gegensatz zur Maximalleistung. Wichtig zB. für die Dimensionierung des Wechselrichters.
  • DC: Direct Current, Bezeichnung für Gleichstrom – im Gegensatz zu AC.
  • Desulfatierung: Durch langdauernde Ladung mit kleinem Strom oder kurze hohe Stromimpulse werden Sulfatkristalle wieder aufgebrochen.
  • DOD: Entladetiefe (depth of discharge), gibt in Prozent an, wieviel der Gesamtkapazität aus einer Batterie entnommen wird (siehe auch SOC).
  • Elektrolyt: Feste oder flüssige chemische, elektrisch leitfähige Verbindung. Im Gegensatz zu Metallen wird der elektrische Strom in Elektrolyten durch Ionen-leitung übertragen, die durch elektrisch geladene Teilchen (Atome, Moleküle) ermöglicht wird.
  • Elektrolytumwälzung: Durch Einblasen von Luft in den flüssigen Elektrolyten wird dieser umgewälzt, um sicherzustellen, dass die Säuredichte in der Batterie gleichmäßig ist (siehe Säureschichtung)
  • Elko: Abkürzung für Elektrolytkondensator. Bauteil zur kurzzeitigen Speicherung von elektrischer Energie. Sehr empfindlich gegenüber Überspannungen, begrenzte und stark temperaturabhängige Lebensdauer, daher häufig Ursache für den Ausfall von elektronischen Geräten.
  • Entladekurven: Stellen den Spannungsverlauf (Leerlaufspannung) in Abhängigkeit von der entnommenen Energiemenge dar.
  • Erdung, Erdpotential: Elektrisch gut leitende Verbindung mit dem Erdreich, zB. durch einen eingeschlagenen Staberder. Wichtig als Bezugspotential für Berührungsschutz (zB. Gehäuseerdung) oder für Überspannungsschutz.
  • Ethanol: Durch Vergärung von Zucker hergestellter Alkohol, Anwendung unter anderem als Kraftstoff für Verbrennungsmotoren oder als Brennstoff für Heiz- und Kochgeräte (Spiritus).
  • FI-Schalter: Fehlerstrom-Schutzschalter. Schutzeinrichtung, um Fehlerströme zu verhindern.
  • Float: Ladephase eines Ladereglers, die die Ladespannung aufgrund der bereits erreichten Vollladung der Batterie auf die Ladeerhaltungsspannung der Batterie begrenzt, damit der natürlichen Batterieentladung (Selbstentladung) entgegengewirkt wird.
  • Frequenzumrichter: Elektronisches Gerät, das aus der Netzspannung eine Wechselspannung mit frei wählbarer Frequenz erzeugt. Anwendung für die energieeffiziente Drehzahlregelung von elektrischen Antrieben.

G - L

  • Galvanische Trennung: Bezeichnet die elektrische Trennung zweier Stromkreisen, zwischen denen jedoch Signale (Daten) oder Leistung ausgetauscht werden soll.
  • Gasungsspannung: Bei einem vollgeladenen Bleiakku mit flüssigem Elektrolyten wird mit dem weiter zugeführten Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Bei Bleibatterien mit 12 V Nennspannung tritt diese Gasung ab ca. 14,4 V auf. Wichtig ist daher eine gute Belüftung des Batterieraumes.
  • Impedanzmessung: Messung des Wechselstrom-Widerstandes, zB. zur Aktivierung des Standby-Zustands bei Wechselrichtern.
  • Hybrid-Wechselrichter - siehe Wechselrichter
  • Hydraulischer Abgleich: Die Durchflussmenge von Heizkörpern wird dabei so eingestellt, dass sich bei voller Leistung an jedem Heizkörper der gleiche Temperaturabfall zwischen Vor- und Rücklauf einstellt. Durch diesen Abgleich verringert sich die benötigte Pumpenleistung.
  • Inselanlage: Anlagen, die ohne ein öffentliches Stromnetz angeschlossen zu sein, elektrische Energie bereitstellen.
  • Inselwechselrichter: Gerät zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechsel-strom in netzunabhängigen Stromversorgungen (siehe Wechselrichter). Ein reiner Inselwechselrichter darf niemals mit dem öffentlichen Netz verbunden werden!
  • Kabelschuh: Wichtig, um einzelne Drähte sicher zu bündeln und so Kabelbränden durch wegstehende Drähte vorzubeugen. Auch ganze Kabel können damit verbunden werden, beispielsweise um diese an eine Batterie anzuschließen.

    Konstruktive Lebensdauer: Gibt bei Batterien die Lebensdauer an, die in der vom Hersteller spezifizierten Betriebsart unter optimalen Bedingungen erreicht werden kann.

  • Kurzschluss-Strom: Dieser Strom fließt, wenn die beiden Pole einer elektrischen Stromversorgung direkt miteinander verbunden werden. Bei Photovoltaikmodulen ist der Kurzschlussstrom nur wenig höher als der Nennstrom, bei Batterien fließt bei einem Kurzschluss ein extrem hoher Strom mit den damit verbundenen Gefahren.

  • kW: Kilowatt. Angabe der elektrischen oder thermischen Leistung. Ggf. ergänzt mit dem Zusatz „kW thermisch“ oder „kW elektrisch“, was die jeweilige Leistung zur Wärme- oder Stromgewinnung konkretisiert.

  • kWh: Kilowattstunde. Die Einheit schlechthin, um Energieproduktion/verbrauch zu quantifizieren bzw. zu vergleichen. Eine Kilowattstunde ergibt sich aus dem Produkt der Leistung (kW) bezogen auf die Dauer/Zeit in Stunden (h). Wird zB. ein Gerät mit einer Leistung von 1 kW eine Stunde lang betrieben, so wird 1 kWh verbraucht.

  • kWp: Kilowattpeak/Peakleistung. Ein Maß, das die maximale Leistung eines (solaren) Kraftwerks bei optimaler Sonneneinstrahlung (1000 W/m²) angibt. Oft wird  in der Literatur auch nur die Leistung, also  „kW“ angegeben.

  • Ladepunkte: Gemeint sind im Regelfall Elektrotankstellen bzw. auch Wallboxen oder Steckdosen, die ausreichend abgesichert sind, um E-Fahrzeuge zu laden.

  • Laderegler: Ein Gerät, um Batterien zB. mittels Solarenergie zu laden und dafür zu sorgen, dass diese nicht überladen werden.

    Lastmanagement: Autarke Systeme können am effizientesten betrieben werden, wenn man große „Lasten“ (wie beispielsweise Backrohre und Waschmaschinen) auf den Tag verteilt und nicht gleichzeitig betreibt. Dies kann manuell durch den Benutzer (smart user) oder automatisch durch ein Hausautomationssystem erfolgen.

  • Lastwiderstand: Elektrischer Widerstand, der abhängig vom Widerstandswert eine Spannungsquelle mit einem bestimmten Strom und damit einer bestimmten Leistung belastet.

  • Leerlaufspannung: Elektrische Spannung, die an einer unbelasteten Spannungsquelle (zB. Batterie) gemessen werden kann, dh. es darf kein Laststrom und auch kein Ladestrom fließen. Bei Batterien kann aus der Leerlaufspannung auf den Ladezustand geschlossen werden.

  • Leitungsschutzschalter (LS-Schalter): Jede installierte elektrische Leitung muss durch eine vorgeschaltete Sicherung geschützt werden. In der Hausinstallation werden dafür häufig Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) eingesetzt.

  • Lichtbogen: Bei Installationsfehlern und bei defekter Leitungsisolation (z.B. durch Bisse von Nagetieren) besteht in Gleichstromanlagen die Gefahr der Lichtbogenbildung, wenn blanke Drähte einander berühren können. Dieser Effekt kann beim Schweißen genützt werden. Unbeabsichtigt kann er jedoch zu Bränden führen.

  • LiFePo4: Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien, aufgrund der sehr hohen Zyklenzahl und der hohen Eigensicherheit besonders gut geeignet für stationäre Speicher. Wird daher vielfach für netzgekoppelte Speicher verwendet.